Bestrittene Forderungen

SCHUFA-Information nach Widerspruch des Schuldners unzulässig

Bestreitet der Schuldner die Forderung, so darf in einem weiteren Inkassoschreiben die SCHUFA-Information über die Einmeldevoraussetzungen nach § 28a BDSG nicht wiederholt werden, da ansonsten der irreführende Eindruck beim Schuldner entstehen könnte, das Inkassounternehmen würde die Voraussetzungen des § 28a BDSG nicht beachten, wonach der bloße Widerspruch gegen die Forderung die Einmeldung verhindert.

Prüfungspflicht bei bestrittener Forderung

Soweit ein Bestreiten erfolgt, ist das Inkassounternehmen verpflichtet, dieses eingehend zu prüfen und ggfls. mit dem Auftraggeber Rücksprache zu halten. Für den Fall, dass nach dieser Prüfung ein Dissens über den Bestand der Forderung zwischen Verbraucher und dem Inkassounternehmen besteht, bleibt es dem Inkassounternehmen unbenommen, die Forderung weiterhin geltend zu machen.

Geltendmachung streitiger Forderungen ist zulässig

Ein Inkassobüro ist berechtigt, Forderungen, deren Bestand streitige sind, weiterhin geltend zu machen.

persönlichen Eignung oder Zuverlässigkeit bei Geltendmachung von strittigen Forderungen

Die Geltendmachung einer streitigen Forderung vermag grundsätzlich weder Zweifel an der persönlichen Eignung oder Zuverlässigkeit der registrierten oder einer qualifizierten Person begründen.